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Die Romagna
erreicht ein sensationelles Resultat in der Drei-Gläser-Ausgabe
mit neun prämierten Sangiovese-Weinen (zehn,
wenn man auch den Valturio 2007 dazuzählt, ein romagnolischer Wein, der
jedoch administrativ zu der Region Marken gehört). Es sind Weine mit
Charakter, die dieses Ergebnis möglich gemacht haben. Diese Weine
beginnen eine gemeinsame Sprache zu sprechen, und erzählen von ihren
Anbaugebieten: Lehmböden im Flachland, Kalkböden um Bertinoro, die höheren
und lieblichen Lagen der Mergelsand- steinböden. Neben diesem Resultat muss
auch die Vielzahl der Landweine aus Sangiovese- Trauben erwähnt werden,
die selbst Weine mit starker Identität und guter Qualität sind und immer
mehr überzeugen. Ein besonderes Wort verdient der zehnte Drei-Gläser-Wein
der Romagna: Der Montepirolo 2006, ein von dem Drogen- Rehabilitations-
zentrum San Patrignano produzierter Bordeauxverschnitt kommt aus einem
Gebiet, den Colli Riminesi (Hügellandschaft um Rimini), das eine
besondere Vokation für die Weinherstellung und hervorragende klimatische
Bedingungen mit vom Meer beeinflussten Temperaturkurven hat. Bis jetzt
wird Qualität erst von wenigen Weingärtnern produziert, aber man kann
beginnen, über eine interessante Initiative zu sprechen: ein kleines
„Bolgheri“ an der Adria."
(übersetzt
aus “vini d’Italia 2010”,
Gambero Rosso ed.)
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Hervorragende
Weine und kulinarische Spezialitäten.
Um die Weine der Romagna bekannt zu machen, haben sich einige Orte zur
Aufgabe gemacht, Weinproben von verschiedenen Weingütern der Romagna
anzubieten. In Bertinoro, Predappio Alta und Ravenna sind die
"Ca' de Bé" (Haus des Weines) entstanden, in Dozza
befindet sich die Enoteca Regionale.
Der Sangiovese, der typische Wein unserer Region,
hat sowohl in reiner Form als auch vermischt mit der
Cabernet-Sauvignon-Traube in letzter Zeit die Aufmerksamkeit von
Journalisten, Fachleuten und Kennern erregt.
Vom Gebiet um Rimini über die Umgebung von Cesena
und Forlì bis nach Faenza mangelt es nicht an Gelegenheiten, große
Weine zu sehr konkurrenzfähigen Preisen zu erwerben. Es muß
angemerkt werden, daß einige Weine, für die die Winzer das DOC-Gütesiegel
nicht beantragt haben (wie das auch in anderen Regionen Italiens vorkommt),
die Gunst von Experten und Kennern gefunden haben. Stellvertretend für
alle nennen wir hier den "Borgo dei Guidi", den
"Calbanesco", den "Magnificat" und den "Mito".
Die Romagna, deren kulinarische Traditionen
wohlbekannt sind - der Verfasser des berühmten traditionellen
Kochbuchs "Die Wissenschaft in der Küche und die Kunst, gut zu essen"
Artusi stammt aus Forlimpopoli -, hat es auch verstanden, traditionelle
Produkte, die sich in der Gastronomie großer Wertschätzung erfreuen, zu
erhalten, wie den Fossakäse
von Sogliano am Rubikon und das Olivenöl "Extra Vergine" von
Brisighella,
zwei Spezialitäten, die heute auch überregional auftauchen und die es
sicher auch verdienen, bekannt zu sein, aber Vorsicht, die Produktion ist
begrenzt!
Auf dem romagnolischen Tisch fehlt nie die Piadina,
die oft das Brot ersetzt. Belegt mit Weichkäse oder verschiedenem
Aufschnitt von Wurst und Schinken ist sie ideal für einen Imbiß. Macher
schlägt auch vor, sie mit Nutella zu essen, aber das ist eine andere
Geschichte.
Zum Mittag- oder Abendessen besteht nur die Verlegenheit der Auswahl: Tagliatelle,
Cappelletti, Strozzapreti, Passatelli, Tortelli, Tagliolini sind die
traditionellen Nudelgerichte, gelegentlich in moderner Weise abgewandelt
mit unerwartetem Erfolg. Es folgen als zweiter Gang Fisch aus der Adria
oder die gemischten Grillplatten des Inlandes. Alles begleitet - natürlich
darauf abgestimmt - von dem passenden Wein.
Unter denn romagnolischen Spezialitäten zum
Nachtisch empfehlen sich - außer den typischen Süßspeisen der Feste:
Castagnole (kleine Krapfen)und Frappe a Carnevale (kleine
Faschingsküchlein),
Pagnotta Paquale (Osterkuchen), Piada di morti (eine süße
Piadina zum Totengedenktag) - die "zuppa inglese" (Vanille-Eiercreme
mit likörgetränkten Keksen), die Ciambella (Kuchenringe) oder das
weniger verbreitete Savór (ein Kompott aus Weintrauben, Äpfeln,
Quitten, Birnen, getrocknetem Obst, Mandeln und Zucker), zu dem man den
Dessertwein Albana Passito DOCG trinkt.
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Weissweine
ALBANA
Der erste italienische Wein von weißen Trauben, dem das Prädikat
DOCG (Benennung nach kontrolliertem und garantiertem Anbaugebiet)
zuerkannt wurde. Sehr geschätzt ist der, welcher auf dem Gebiet des
Hügels von Bertinoro produziert wird. Lassen Sie sich dazu die
Anekdote von Galla Placidia erzählen. Der Albana kommt als
Lieblich, Trocken, Sekt, "Passito".
PAGADEBIT
"Schuldenbezahler". Ein Name so kurios wie seine
Geschichte: mit dem Wein von dieser Rebsorte, die ziemlich
widerstandsfähig gegen Krankheiten und die Unbilden des Wetters ist,
konnte der Bauer einst die Schulden bezahlen, die während der
langen unproduktiven Winterzeit aufgelaufen waren.
TREBBIANO
Zur Zeit der Weinlese bietet diese Traube mit ihren Farben ein großartiges
Schauspiel, besonders wenn man das Glück hat, die leuchtenden
Weinstöcke des "Trebbiano dalla Fiamma" vor Augen
zu haben.
Rotweine
SANGIOVESE
"Vom heiligen Giove". Die Romagnolen, die seinerzeit auch
als "Priesterfresser" bezeichnet wurden, verehren diesen
Heiligen. In den Sorten große Weinbeere und kleine Weinbeere hat er
das Wunder der Wiedergeburt des Weinbaugebietes der Romagna
vollbracht. Der Sangiovese kann "Novello", Grund, Superiore and
Riserva sein.
CAGNINA
Ein süßer, nicht moussierender Wein ist nicht häufig in der
italienischen Weinlandschaft anzutreffen. Er ist vielleicht der
erste, der im Herbst auf den Tischen auftaucht. Er soll jung
getrunken werden.
D.O.C. und
D.O.C.G.
Romagna (G.U. n. 235, 8. Oktober, 2011), Colli di Faenza, Bosco Eliceo,
Colli d'Imola, Colli di Rimini, Colli della Romagna Centrale.
Besuchen Sie die „Wein- und
Feinschmeckerstrassen“ in den Hügellandschaften: Colli
di Imola, Colline di
Faenza, Colli di Rimini und
Colli di Forlì e Cesena, oder
besuchen Sie die Site www.sagreinromagna.it.
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