Weinproben
 


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In der Romagna

 präsentiert sich – allerdings noch sehr zaghaft – ein neuer Protagonist.

Es ist ein Weißwein, der Albana, mit seiner einzigartigen Trauben mit hohem Säuregehalt und tanninhaltigen, zarten Schalen. Nachdem jahrelang bei der Weinherstellung seine wahre Identität und Qualität ignoriert wurden, hat jetzt eine Gruppe Winzer mit Erfolg den außergewöhnlichen Charakter dieses Weines akzentuiert.

Wenn auch der Sangiovese der unbestrittene Protagonist der Romagna bleibt, ist in der Region ein deutlicher Zuwachs bei der Produktion ausgezeichneter Superiore-Weine zu verzeichnen. Es sind frische, lebendige Weine, mit reiner Frucht, die auch durch ihr Lagerpotential überzeugen.  

Zwei verschiedene Terroirs haben sich besonders hervorgehoben: die Tonböden der ersten Hügelketten und die Mergelböden der höher gelegenen Täler.

Es ist ein vielversprechender Schatz an Sortenvielfalt, die keiner Hierarchie folgen und den Weinliebhabern ganz neue Themen bieten.

(aus “vini d’Italia 2015” Gambero Rosso Editore)
 
Hervorragende Weine und kulinarische Spezialitäten.

Um die Weine der Romagna bekannt zu machen, haben sich einige Orte zur Aufgabe gemacht, Weinproben von verschiedenen Weingütern der Romagna anzubieten. In Bertinoro und Ravenna sind die "Ca' de Bé"  (Haus des Weines) entstanden, in Dozza befindet sich die Enoteca Regionale.

Der Sangiovese, der typische Wein unserer Region, hat sowohl in reiner Form als auch vermischt mit der Cabernet-Sauvignon oder andere Traube in letzter Zeit die Aufmerksamkeit von Journalisten, Fachleuten und Kennern erregt.

Vom Gebiet um Rimini über die Umgebung von Cesena und Forlì bis nach Faenza mangelt es nicht an Gelegenheiten, große Weine zu sehr konkurrenzfähigen Preisen zu erwerben. Es muß angemerkt werden, daß einige Weine, für die die Winzer das DOC-Gütesiegel nicht beantragt haben (wie das auch in anderen Regionen Italiens vorkommt), die Gunst von Experten und Kennern gefunden haben. Stellvertretend für alle nennen wir hier
den "Magnificat", den "Borgo dei Guidi" und den "Barbarossa".



Die Romagna, deren kulinarische Traditionen wohlbekannt sind - der Verfasser des berühmten  traditionellen Kochbuchs "Die Wissenschaft in der Küche und die Kunst, gut zu essen" Artusi stammt aus Forlimpopoli -, hat es auch verstanden, traditionelle Produkte, die sich in der Gastronomie großer Wertschätzung erfreuen, zu erhalten, wie den Fossakäse von Sogliano am Rubikon und das Olivenöl "Extra Vergine" von Brisighella, zwei Spezialitäten, die heute auch überregional auftauchen und die es sicher auch verdienen, bekannt zu sein, aber Vorsicht, die Produktion ist begrenzt!

Auf dem romagnolischen Tisch fehlt nie die Piadina, die oft das Brot ersetzt. Belegt mit  Weichkäse oder verschiedenem Aufschnitt von Wurst und Schinken ist sie ideal für einen Imbiß. Macher schlägt auch vor, sie mit Nutella zu essen, aber das ist eine andere Geschichte.
Zum Mittag- oder Abendessen besteht nur die Verlegenheit der Auswahl: Tagliatelle, Cappelletti, Strozzapreti, Passatelli, Tortelli, Tagliolini sind die traditionellen Nudelgerichte, gelegentlich in moderner Weise abgewandelt mit unerwartetem Erfolg. Es folgen als zweiter Gang Fisch aus der Adria oder die gemischten Grillplatten des Inlandes. Alles begleitet - natürlich darauf abgestimmt - von dem passenden Wein.

Unter denn romagnolischen Spezialitäten zum Nachtisch empfehlen sich - außer den typischen Süßspeisen der Feste: Castagnole (kleine Krapfen)und Frappe a Carnevale (kleine Faschingsküchlein), Pagnotta Paquale (Osterkuchen),  Piada dei morti (eine süße Piadina zum Totengedenktag) - die "zuppa  inglese" (Vanille-Eiercreme mit likörgetränkten Keksen), die Ciambella (Kuchenringe)
Weissweine.

ALBANA
Der erste italienische Wein von weißen Trauben, dem das Prädikat DOCG
(Benennung nach kontrolliertem und garantiertem Anbaugebiet) zuerkannt wurde. Sehr geschätzt ist der, welcher auf dem Gebiet des Hügels von Bertinoro produziert wird. Lassen Sie sich dazu die Anekdote von Galla Placidia erzählen. Der Albana kommt  als Lieblich, Trocken, Sekt, "Passito".


PAGADEBIT
"Schuldenbezahler". Ein Name so kurios wie seine Geschichte: mit dem Wein von dieser Rebsorte, die ziemlich widerstandsfähig gegen Krankheiten und die Unbilden des Wetters ist, konnte der Bauer einst die Schulden bezahlen, die während der langen unproduktiven Winterzeit aufgelaufen waren.


TREBBIANO
Zur Zeit der Weinlese bietet diese Traube mit ihren Farben ein großartiges Schauspiel, besonders wenn man das Glück hat, die leuchtenden Weinstöcke  des "Trebbiano dalla Fiamma" vor Augen zu haben.


Rotweine.

SANGIOVESE
"Vom heiligen Giove". Die Romagnolen, die seinerzeit auch als "Priesterfresser" bezeichnet wurden, verehren diesen Heiligen . In den Sorten große Weinbeere und kleine Weinbeere hat er das Wunder der Wiedergeburt des Weinbaugebietes der Romagna vollbracht. Der Sangiovese kann "Novello", Grund, Superiore and Riserva sein.


CAGNINA
Ein süßer, nicht moussierender Wein ist nicht häufig in der italienischen Weinlandschaft anzutreffen. Er ist vielleicht der erste, der im Herbst auf den Tischen auftaucht. Er soll jung getrunken werden.

D.O.C.  e  D.O.C.G.
Romagna (G.U. n. 235, 8. Oktober, 2011), Colli di Faenza, Bosco Eliceo, Colli d'Imola, Colli di Rimini, Colli della Romagna Centrale.

Besuchen Sie die „Wein- und Feinschmeckerstrassen“ in den Hügellandschaften: Colli di Imola, Colline di Faenza, Colli di Rimini und Colli di Forlì e Cesena, oder besuchen Sie die Site www.sagreinromagna.it.


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